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25 Jahre ARGE
Die Geschichte beginnt mit einer Wohngemeinschaft in den
70er Jahren. Nach dem Volksbegehren zur Abschaffung des Bundesheeres (1969)
und nach der gesetzlichen Verankerung eines Wehrersatzdienstes (1975)
entwickelte sich aus der Wohngemeinschaft eine antimilitaristische Gruppe,
welche 1977 den Verein ARGE Zivildienst gründete.
Anfang der 80er wurde der Name in ARGE für Wehrdienstverweigerung
und Gewaltfreiheit geändert.
Mit der Friedensbewegung der 80er Jahren, in dieser Zeit engagierten sich
viele Menschen in der ARGE, entstand auch in Österreich eine gesellschaftspolitische
relevante außerparlamentarische Bewegung. Ein internationaler Friedensmarsch
führte 1982 sternförmig von Deutschland, England und Griechenland
nach Wien. Mehr als 1000 AktivistInnen bevölkerten zwei Wochen lang
die Arenawiese im Prater und veranstalteten Informations- und Protestkundgebungen.
In Österreich wurde Mitte der 80er die Umfassende Landesverteidigung
im Verfassungsrang beschlossen. So wurde der Zivildienst nach militärischen
Kriterien neu strukturiert. In der ARGE bildete sich die Gruppe für
Totalverweigerung. Immer wieder waren Inhaftierungen oder Prozesse gegen
Wehr- und/oder Zivildienstverweigerer Anlässe für Protestaktionen.
1991 startete der Aufruf zur Nichtbefolgung militärischer Gesetze
und die Forderung zur Abschaffung der Disziplinarbestimmungen im Militärstrafgesetz.
Den Aufruf unterstützten mehr als 1000 Personen und veröffentlichten
diesen in den Medien. Die Staatsanwaltschaft sah darin die Anstiftung
zu strafbaren Handlungen und die Strafverfahren gegen die einzelnen UnterzeichnerInnen
haben sich über Jahre gezogen und sind bis heute nicht abgeschlossen!
Anfang der 90er Jahren gründete sich die Initiative Österreich
ohne Heer mit dem Ziel, antimilitaristische Aktivitäten in kleinerem
Rahmen zu unterstützen. Den großen Paraden und Waffenschauen
am 26. Oktober in Wien wurden Veranstaltungen mit Kulturprogramm gegenübergestellt.
KünstlerInnengruppen mischten sich immer wieder unter das Publikum
am Heldenplatz und initiierten kontroverse Diskussionen.
Die gegenwärtigen Aktivitäten der ARGE richten sich einerseits
auf die Beratung zu allen Fragen der Wehrdienstverweigerung inklusive
BeraterInnenschulungen andrerseits beteiligen wir uns bzw. organisieren
öffentlichen Aktionen gegen Militär, Krieg und Rassismus und
halten antimilitaristische Schulstunden.
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